• Start
  • Provence und Cote d' Azur

Provence und Cote d' Azur

Mont Ventoux, den 7.06.2026

Wer sich für die Tour de France interessiert kennt ihn sicherlich. Den 1909 m hohen Mont Ventoux.

18 Mal führte die Tour hier über den kahlen und schon von weiten sichtbaren Kalksteinberg. Berüchtigt ist er für seine starke Hitze (es gibt keinen schattigen Abschnitt) und seine Windanfälligkeit. Auch heute war ein Fahrradrennen und wir konnten erst 16 Uhr weiterfahren.

Auf dem Gipfel sehen wir ein Stück unserer gefahrenen Tour durch die Provence. Weit, bis Avignon mit der sich im Licht spiegelnden Rhone reicht der Blick. Wir übernachten hier am Berg und genießen den Sonnenuntergang. Die Nacht war ziemlich kalt und aus dem WoMo sehen wir ganz unten im Tal die Lichter der einzelnen Orte leuchten.

Am nächsten Morgen sitzen wir vor dem WoMo und genießen einen Kaffee. Noch sind wir allein hier am Berg und es herrscht eine wunderschöne Stille der Natur.


Rossillon, den 6.06.2026

Wir spazieren entlang des Sentier des Ocres und die Erde leuchtet in allen Nuancen von goldgelb bis rot. Ein wunderschönes Farbenspiel im Kontrast zum Grün des Waldes. Von der Sonne angestrahlt wirkt alles noch viel intensiver.

Die Ockerminen bei Rossillon gelten als die größten Ockervorkommen Europas und dienten als Pickmente für die Farbherstellung. Heute lebt der Ort ausschließlich vom Tourismus und so sind wir auch nicht ganz allein hier.

Anschließend genießen wir ein Eis an einen der zahlreichen Eisstände und schlendern gemütlich durch das schöne Örtchen Rossillon.


Les Baux de Provence, den 4.06.2026

Über die Abtei Montmajour und anschließend Les Beaux de Provence fahren wir nach Avignon.

Das mittelalterliche Les Beaux ist auf einen Felsen gebaut und die Gegend erinnert uns ziemlich an unsere Sächsische Schweiz in Sachsen. Schöne, verwitterte Felsformationen umgeben das kleine Örtchen und vom oberen Ortsteil hat man einen wunderschönen Blick auf die Provence.


Avignon, den 4.06.2026

In Avignon besuchen wir die ehemaligen Paläste des Papstes. Eine interessante Geschichte, was sich hier im 14. Jahrhundert so abgespielt hat. Weil der Papst in Rom von einzelnen Fürsten bzw. Königen und Kardinälen nicht mehr unterstützt wurde, wählte man einen zweiten Papst der in Avignon seinen Palast bezog. Für fast 70 Jahre residierte so in Avignon parallel zu Rom ein zweiter, heiliger Stuhl.



Von Avignon unternehmen wir einen kleinen Ausflug zum Pont du Gard, ein riesiges, römisches Aquäduktüber zur damaligen Wasserversorgung von Nimes.


Carmague, den 2.06.2026

Vor uns erstreckt sich weites, flaches Land, unterbrochen von vielen Kanälen und Seen. Wir sind in der Carmague angekommen. Entstanden ist dieser Landstrich durch das Schwemmland der Rhone. In Saintes-Maries-de-la-Mer bleiben wir für 3 Nächte und wechseln dann für ein paar weitere Tage westlich nach Le Grau-du-Roi.

Im Moment erleben wir eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 37 Grad. Die Luftfeuchte scheint hier besonders hoch zu sein und das gefällt den Stechmücken besonders gut. Wir kaufen erst einmal Mückenspray, aber trotzdem verziehen wir uns zeitig in unser fahrendes zu Hause.

Wir nutzen die Tage um mit dem Fahrrad schöne Touren, vorbei an Salinen (riesige Trockenbecken zur Salzgewinnung) zu unternehmen. Wir begegnen den weisen Carmaguepferden, Flamingos und immer wieder geht es vorbei an kleinen Ortschaften, Seen und Kanälen. Besonders schön war Aigues Mortes. Dieser Ort hat noch eine komplett erhaltene Stadtmauer und das ganze Leben spielt sich innerhalb der Mauern ab.

In Arles treffen wir auf nette Leute, wie ein italienisches Pärchen aus Genua. Mit italienischer Emotion erzählen sie über interessante Reiseziele, was wir uns in Europa noch alles anschauen müssen und können gar nicht verstehen, dass wir Genua noch nicht besucht haben. Ja und überhaupt, Italien… das wäre einfach das Schönste.



Marseille, den 27.05.2026

Wir übernachten in Cassis um Marseille zu besuchen. Mit dem Bus fahren wir über das Calanques-Gebierge nach Marseille. Die Straße führt hinunter zum Meer und davor präsentiert sich kontrastreich eine Stadt mit riesigen Betonwohnblöcken aber auch schönen Häusern aus älteren Zeitepochen. Und dahinter leuchtet das blaue Meer mit seinen davorliegenden Hafen.

Wir buchen eine Stadtrundfahrt mit Hopp On Hopp Off und besuchen das Museum Cosquer Mediterranee. Wer sich für Höhlenforschung interessiert sollte hier unbedingt mal vorbeischauen. Kurz schlendern wir noch durch die Stadt und am Hafen entlang aber das kürzen wir auf Grund der derzeitigen 33 Grad im Schatten ab.

Wir erlebten Marseille als lebendige und von vielen Kulturen durchmischte Stadt wo wir uns aber richtig wohl gefühlt haben.


La Moutonne, den 26.05.2026

Heute besuchen wir David Laroux in La Moutonne. Er betreibt eine Spirolinafarm wo Mikroalgen (eigentlich zählen Sie zu den Bakterien) gezüchtet werden und anschliessend getrocknet und in Tablettenform bzw. als Flockenform verkauft werden. Mit ganz viel Hingabe erzählt er uns den Herstellungsprozess und die Unterschiede zwischen der Industrieproduktion, teils aus China und seiner Eigenen. Erst versucht er es in Französisch aber dann schwenkt er immer mehr auf Englisch um und es entwickelt sich ein richtig langes, interessantes und sympatisches Gespräch.

Wir erfahren das Spirolina unter anderem viel Eiweiß, Eisen und Vitamin B enthält. Auch den Alterungsprozess soll es verlangsammen. Wir haben einiges gekauft und werden es probieren. Also beobachten !!




La Lavandou, den 25.05.2026 (Pfingsten)

Nun sind wir wieder zurück am Meer, an der Cote'd Azur.

Wir versuchen unsere Trumaheizung repariert zu bekommen aber Dies scheint sich schwieriger als gedacht zu gestalten. Bei einer Werkstatt ist der Techniker im Urlaub und wo anders hat das Ersatzteil 6 Wochen Lieferzeit. Zum Glück ist es jetzt richtig schön warm geworden und elektrisch können wir das Wasser ja noch heizen. Also kein riesiges Problem. Sicher wird sich noch etwas ergeben.

Wir beschließen in La Lavandou über die gesamten Pfingstfeiertage zu bleiben. Wir haben einen schönen, schattigen Stellplatz ( nur 3 Min. zum Meer) und momentan messen wir um die 30° und so ist es hier ganz angenehm.

Wir unternehmen ein paar kurze Fahrradtouren, gehen morgens schwimmen und paddeln mit dem Stand-Up entlang der Küste.

Einfach ein relaxtes Pfingstfest.


Cotignac, den 19.05.2026


Nach so einigen hintereinander liegenden Kurzaufenthalten wird es Zeit für ein paar Tage länger an einen Ort zu bleiben und das Erlebte erst einmal setzen zu lassen. So entscheiden wir uns spontan für das kleine Örtchen Cotignac. Wir treffen hier auf einen wunderschönen kommunalen Stellplatz mit weit auseinanderliegenden Plätzen.

Cotignac ist für seinen Tuffsteinfels, seine darin liegenden Wohnhöhlen und 2 alten Wehrtürmen bekannt und so nutzen wir hier die Zeit für Wanderungen, Fahrradtouren und um einfach die Gegend ein bischen zu erkunden. Wir treffen auf ein Familienweingut, wo wir mit einen Golfcart, vorbei an einer Windmühle, Kapelle und Wasserfall durch dessen Ländereien kurven.

Natürlich kosten wir den Wein. Der ist hier in der Gegend wohl generell ein ganzes Stück preisintensiver und so belassen wir es bei ein paar wenigen Fläschchen für unterwegs.


Gorges du Verdon, den 13.05.2026

Wir fahren entlang der „Route des Cretes“, immer in Sichtweite der Schlucht und jeden weiteren Kilometer müssen wir anhalten und sind von diesem Naturwunder fasziniert. Die Tiefe, die gewaltigen Felswände, einfach beeindruckend.

Die Verdonschlucht ist ca. 25 km lang und wurde über Millionen von Jahren durch den Verdon geformt. Die höchsten Felswände haben eine Höhe von bis zu 1500 m über dem Flussniveau.

Wir wandern entlang des Sentier Blanc-Martel-Pfades, benannt nach einen Forscher, der den Verdon zur Energiegewinnung erkundete. Der Weg führt über Leitern, durch Tunnel und immer entlang des blauen Verdon.


Als wir die D23 entlangfahren und wieder an einem Aussichtspunkt halten, werden wir in unsere Jugendzeit zurückversetzt. Es stehen da, zwei Moped Simson-Schwalbe.


Die Dörfer des Pays de Fayence, den 10.05.2026

Auf dem Weg zur Verdonschlucht liegen die malerischen Dörfer der Fayence. Wir treffen auf kleine, ruhige Orte mit ein paar Läden und einem Cafe bzw. Restaurant. Auch eine Ausstellung einer Malerin haben wir besucht. Ansonsten ist hier nicht all zu viel los. Wir bummeln einfach durch den Ort, genießen einen Cafe mit etwas Süßen und freuen uns an den charmanten Dörfern.


Bargemon, den 8.05.2026

Heute haben wir einen besonderen Tag.

100 Tage sind wir jetzt unterwegs, solange wie nie zuvor und trotzdem ist die Zeit im Flug vergangen! Vieles haben wir gesehen, vieles entdeckt und viele Leute kennen gelernt! Das ist für uns immer das Wichtigste, das macht es aus! Und weil viele immer fragen: ja das Zusammenleben auf engen Raum kann auch richtig schön sein, man ist wieder enger zusammen, kommt sich wieder näher und genießt zusammen und muss auch wieder aufeinander eingehen! Es kann die Liebe stärker machen.

So jetzt aber, wie haben wir den Tag verbracht. Wir waren einfach wandern und haben die Landschaft und die Aussicht und die Bewegung sehr genossen, natürlich mit Picknick.


Grasse, den 6.05.2026

In Roquebrune machen wir einen kleinen Werkstattbesuch, um unsere Bremsen erneuern zu lassen. Wir fragen nach und schon 3 Stunden später, eine Mittagspause war auch noch dazwischen ist alles erledigt. Das müsste man mal bei uns zu Hause versuchen.

Heute war Kinoabend und dies hatte folgenden Grund. Wir besuchten die Stadt der Erfindung des Parfüms, Grasse. Der Film "Das Parfüm" handelt hier und so schauten wir uns den gleich mal an.

Wir schlendern durch das schöne Städtchen, über den Wochenmarkt zum Parfümmuseum. Grasse war früher durch seine Gerbereien weltbekannt und um den Lederhandschuhen einen angenehmeren Geruch zu verleihen entwickelte sich die Parfümindustrie. Von der Lederherstellung ist heute nicht's mehr übrig aber die Parfümherstellung gibt es noch. Wenn auch in den 60-er Jahren aus kostengründen viel verschwunden ist versucht man die Tradition heute wiederzubeleben. Und so gibt es noch einige große Hersteller wie Fragonard und Molinard.


Im Museum gibt es so einige interessante Dinge zu sehen. Unter anderen eine der ersten Badewannen und Parfümflächen aus Meißener Porzellan, welche damals hier verwendet wurden.


Agay, den 4.05.2026

Agay befindet sich am Fuße des Esterelgebirges, bekannt durch seinen roten Fels. Hier bleiben wir auf einen schönen Campingplatz, nicht direkt am Meer aber ruhig an einen Fluss gelegen. Da bietet es sich gleich mal an, unser Paddelboot auszupacken und den Fluss abwärts ins Meer zu stechen, wo wir gemütlich am Strand liegen und die Seele baumeln lassen können.


Morgens backen wir des erste Mal frische Brötchen und sie sind so richtig lecker geworden.


Le Trayas, den 1.05.2026

Über Antibes und Cannes fahren wir in das kleine Örtchen Le Trayas. Es liegt wunderschön am Berg, seitlich der Küstenstraße mit Blick auf das Meer.


Hier besuchen wir Evelyn und Boris. Wir verbringen bei leckeren Fisch und Wein zusammen einen schönen Abend. Und immer dieser herrliche Blick auf das blaue Meer.


Nice, den 29.04.2026

Wir sind in Frankreich. Ein bisschen länger als geplant hat es ja gedauert aber Italien war so schön, dass wir einfach geblieben sind.

Jetzt sind wir aber auf Frankreich, seine Menschen und deren Kultur und Lebensweise neugierig.

Über Monaco fahren wir die Corniche entlang nach Nizza. In Menton werden wir erst einmal auf Immigantenschmuggel hin überprüft aber Platz hatten wir ja in unserem WoMo eh keinen und so hat uns der nette Gandarm schnell wieder weiter fahren lassen.

Die Cote d' Azur wirkt auf uns neuzeitlicher und moderner als die Orte an der italienischen Rivera mit seinen alten Steinmauern und Fassaden. Wir treffen hier eher auf moderne Küsten- und Touristenorte.

In Nizza besuchen wir das Marc Chagall Nationalmuseum wovon wir absolut begeistert sind. Das Museum ist toll gestaltet und man kann sich in seine Bilder wunderbar vertiefen. Die Verwendung seiner Farben gefällt uns. Ich glaube wir haben hier Chagall lieben gelernt. Auch werden sein Lebenslauf und seine verschiedenen Wirkungsstätten richtig gut dargestellt.


Wir schlendern durch Nizza, besuchen den Blumenmarkt, besichtigen den Dom und lassen es uns einfach gutgehen.


Mittwoch, 29. April 2026

Über uns

Tipps und Erfahrungen aus einzelnen Ländern

Wir bei polarsteps