Cotignac, den 19.05.2026
Nach so einigen hintereinander liegenden Kurzaufenthalten wird es Zeit für ein paar Tage länger an einen Ort zu bleiben und das Erlebte erst einmal setzen zu lassen. So entscheiden wir uns spontan für das kleine Örtchen Cotignac. Wir treffen hier auf einen wunderschönen kommunalen Stellplatz mit weit auseinanderliegenden Plätzen.
Cotignac ist für seinen Tuffsteinfels, seine darin liegenden Wohnhöhlen und 2 alten Wehrtürmen bekannt und so nutzen wir hier die Zeit für Wanderungen, Fahrradtouren und um einfach die Gegend ein bischen zu erkunden. Wir treffen auf ein Familienweingut, wo wir mit einen Golfcart, vorbei an einer Windmühle, Kapelle und Wasserfall durch dessen Ländereien kurven.
Natürlich kosten wir den Wein. Der ist hier in der Gegend wohl generell ein ganzes Stück preisintensiver und so belassen wir es bei ein paar wenigen Fläschchen für unterwegs.
Gorges du Verdon, den 13.05.2026
Wir fahren entlang der „Route des Cretes“, immer in Sichtweite der Schlucht und jeden weiteren Kilometer müssen wir anhalten und sind von diesem Naturwunder fasziniert. Die Tiefe, die gewaltigen Felswände, einfach beeindruckend.
Die Verdonschlucht ist ca. 25 km lang und wurde über Millionen von Jahren durch den Verdon geformt. Die höchsten Felswände haben eine Höhe von bis zu 1500 m über dem Flussniveau.
Wir wandern entlang des Sentier Blanc-Martel-Pfades, benannt nach einen Forscher, der den Verdon zur Energiegewinnung erkundete. Der Weg führt über Leitern, durch Tunnel und immer entlang des blauen Verdon.
Als wir die D23 entlangfahren und wieder an einem Aussichtspunkt halten, werden wir in unsere Jugendzeit zurückversetzt. Es stehen da, zwei Moped Simson-Schwalbe.
Die Dörfer des Pays de Fayence, den 10.05.2026
Auf dem Weg zur Verdonschlucht liegen die malerischen Dörfer der Fayence. Wir treffen auf kleine, ruhige Orte mit ein paar Läden und einem Cafe bzw. Restaurant. Auch eine Ausstellung einer Malerin haben wir besucht. Ansonsten ist hier nicht all zu viel los. Wir bummeln einfach durch den Ort, genießen einen Cafe mit etwas Süßen und freuen uns an den charmanten Dörfern.
Bargemon, den 8.05.2026
Heute haben wir einen besonderen Tag.
100 Tage sind wir jetzt unterwegs, solange wie nie zuvor und trotzdem ist die Zeit im Flug vergangen! Vieles haben wir gesehen, vieles entdeckt und viele Leute kennen gelernt! Das ist für uns immer das Wichtigste, das macht es aus! Und weil viele immer fragen: ja das Zusammenleben auf engen Raum kann auch richtig schön sein, man ist wieder enger zusammen, kommt sich wieder näher und genießt zusammen und muss auch wieder aufeinander eingehen! Es kann die Liebe stärker machen.
So jetzt aber, wie haben wir den Tag verbracht. Wir waren einfach wandern und haben die Landschaft und die Aussicht und die Bewegung sehr genossen, natürlich mit Picknick.
Grasse, den 6.05.2026
In Roquebrune machen wir einen kleinen Werkstattbesuch, um unsere Bremsen erneuern zu lassen. Wir fragen nach und schon 3 Stunden später, eine Mittagspause war auch noch dazwischen ist alles erledigt. Das müsste man mal bei uns zu Hause versuchen.
Heute war Kinoabend und dies hatte folgenden Grund. Wir besuchten die Stadt der Erfindung des Parfüms, Grasse. Der Film "Das Parfüm" handelt hier und so schauten wir uns den gleich mal an.
Wir schlendern durch das schöne Städtchen, über den Wochenmarkt zum Parfümmuseum. Grasse war früher durch seine Gerbereien weltbekannt und um den Lederhandschuhen einen angenehmeren Geruch zu verleihen entwickelte sich die Parfümindustrie. Von der Lederherstellung ist heute nicht's mehr übrig aber die Parfümherstellung gibt es noch. Wenn auch in den 60-er Jahren aus kostengründen viel verschwunden ist versucht man die Tradition heute wiederzubeleben. Und so gibt es noch einige große Hersteller wie Fragonard und Molinard.
Im Museum gibt es so einige interessante Dinge zu sehen. Unter anderen eine der ersten Badewannen und Parfümflächen aus Meißener Porzellan, welche damals hier verwendet wurden.
Agay, den 4.05.2026
Agay befindet sich am Fuße des Esterelgebirges, bekannt durch seinen roten Fels. Hier bleiben wir auf einen schönen Campingplatz, nicht direkt am Meer aber ruhig an einen Fluss gelegen. Da bietet es sich gleich mal an, unser Paddelboot auszupacken und den Fluss abwärts ins Meer zu stechen, wo wir gemütlich am Strand liegen und die Seele baumeln lassen können.
Morgens backen wir des erste Mal frische Brötchen und sie sind so richtig lecker geworden.
Le Trayas, den 1.05.2026
Über Antibes und Cannes fahren wir in das kleine Örtchen Le Trayas. Es liegt wunderschön am Berg, seitlich der Küstenstraße mit Blick auf das Meer.
Hier besuchen wir Evelyn und Boris. Wir verbringen bei leckeren Fisch und Wein zusammen einen schönen Abend. Und immer dieser herrliche Blick auf das blaue Meer.
Nice, den 29.04.2026
Wir sind in Frankreich. Ein bisschen länger als geplant hat es ja gedauert aber Italien war so schön, dass wir einfach geblieben sind.
Jetzt sind wir aber auf Frankreich, seine Menschen und deren Kultur und Lebensweise neugierig.
Über Monaco fahren wir die Corniche entlang nach Nizza. In Menton werden wir erst einmal auf Immigantenschmuggel hin überprüft aber Platz hatten wir ja in unserem WoMo eh keinen und so hat uns der nette Gandarm schnell wieder weiter fahren lassen.
Die Cote d' Azur wirkt auf uns neuzeitlicher und moderner als die Orte an der italienischen Rivera mit seinen alten Steinmauern und Fassaden. Wir treffen hier eher auf moderne Küsten- und Touristenorte.
In Nizza besuchen wir das Marc Chagall Nationalmuseum wovon wir absolut begeistert sind. Das Museum ist toll gestaltet und man kann sich in seine Bilder wunderbar vertiefen. Die Verwendung seiner Farben gefällt uns. Ich glaube wir haben hier Chagall lieben gelernt. Auch werden sein Lebenslauf und seine verschiedenen Wirkungsstätten richtig gut dargestellt.
Wir schlendern durch Nizza, besuchen den Blumenmarkt, besichtigen den Dom und lassen es uns einfach gutgehen.























