Las Medulas, den 4.09.2026
Auf geht`s nach Las Medulas. Hier gibt es Goldminen aus dem 1.- 2. Jahrhundert wo die Römer einen Großteil ihres Goldes abbauten. In Süd- Westgalizien gab es damals noch mehrere, jedoch sind hier wohl die Größten aus dieser Zeit zu finden.
Wir laufen ganz aufmerksam durch die Mine, nur Gold konnten wir keines finden. Wahrscheinlich waren wir zu spät.
Damals baute man Kanäle, welche das Wasser zum ausspülen des abgebauten Konglomerates herleitete. Das schwerere Gold setzte sich unten im Becken ab während das leichtere Gestein weggespült wurde. Und so sind die rötlichen Überreste des leichteren Gesteins noch heute sichtbar.
Auf dem Weg nach Galicien macht sich am Abend Gewitterstimmung breit und dann dieser schöne Regenbogen am Übernachtungsplatz.
Sierra de la Pena de Francia, den 3.09.2026
Durch kleine Straßen und einsame Dörfer verlassen wir die Sierra de Gredos in Richtung Nord-Kastilien.
Unterwegs nutzen wir die Gelegenheit frisches Quellwasser aufzutanken. Diese Möglichkeit wird auch gern von den Einheimischen genutzt und schmeckt uns viel besser, als das teils mit Chlor versetzte, übliche Trinkwasser.
Nicht weit und wir sehen eine Ausschilderung „Skigebiet Navacarros“. Neugierig fahren wir mal dahin und wir landen weit oben in 1960m Höhe mit einen fantastischen Blick über das Land. Dies wird spontan unser nächster Übernachtungsplatz und den haben wir sogar für uns Allein.
Der Weg führt uns quer durch die grüne Sierra de Francia in ein kleines Dorf Namens Villanueva del Conde. Wir schlendern durch das Dörfchen, treffen auf einen netten Weinbauern, der uns spontan mal seine Raritäten kosten lässt.
Hier in Kastilien ist alles noch natürlich und sehr ursprünglich. Die Leute sind nett und neugierig, fragen wo wir denn herkommen und so macht es richtig Spaß unterwegs zu sein Es vergeht kein Tag, wo wir nicht auf liebe Menschen treffen und kurz ins Gespräch kommen. Unser spanischer Wortschatz ist zwar sehr dürftig aber mit Google-Übersetzer, Gesten und Zeigesprache kommt man zurecht. Ja und Antjes Wortschatz, dank Duolingo hilft auch immer besser. Wir erfahren interessante Geschichten. Zum Beispiel treffen wir hier im Ort auf ein argentinisches Pärchen. Der Großvater ist damals nach Argentinien mit dem Schiff ausgewandert und jetzt sucht sein Enkel hier nach seinen familiären Wurzeln.
Unterwegs in der Sierra de Francia
Schon wieder haben wir Temperaturen über 35 Grad und so kommt uns dieser kleine Naturbadeplatz gerade recht.
Sierra de Gredos, den 1.09.2026
Auf geht es in Richtung Norden der Sierra de Gredos. In vielen Serpentinen geht es zum Pass Puerto del Pico (1352m).
In der Nähe der Plataforma de Gredos finden wir ein Plätzchen so richtig nach unseren Geschmack. Mitten in den Bergen, an einem kleinen Flüsschen mit vielen kleinen Wasserbecken, was wir früh gleich zum munter werden nutzen. Und das Beste, wir sind ziemlich allein. Hier gibt es kaum Touristen, mal kommen ein paar Wanderer das Tal herab aber am Abend ist hier niemand mehr. Und überhaupt scheint das Gebirge nur wenig erschlossen zu sein. Kleine Refugios gibt es, jedoch sind diese nie bewirtschaftet und dienen lediglich als Schutzhütte.
Wir wandern zur Laguna del Grande und treffen hier auf Steinböcke, welche keinerlei Scheu vor Menschen haben. Wir müssen sogar aufpassen, dass unser Mittag nicht stibitzt wird.
Der Blick in die Berge ist wunderschön und so fällt die Mittagspause ein bischen länger aus. Einfach schön die Natur so auf sich einwirken zu lassen.
Madrigal de la Vera, den 29.08.2026
Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage gönnen wir uns ein paar Tage „Auszeit“. In Madrigal, südlich der Sierra de la Gredos finden wir einen kleinen Campingplatz, schön schattig unter Platanen gelegen.
Nebenan gibt es einen Fluß, wo wir uns am Morgen schön erfrischen. Wir nutzen die Zeit mal gründlich unsere Wäsche wieder in sauberen Zustand zu versetzen, backen frisches Brot und Brötchen und täglich kommt der Bauer vorbei, wo wir leckere Pfirsiche und Käse kaufen.
Aber ganz so idyllisch ist der Platz dann doch nicht. Der Platzwart liebt seinen Laubbläser sehr und so dreht er jeden Abend für ein paar Stunden seine Runden und bläst alle herumliegenden Blätter zusammen. Dann ist Wochenende und Freitag Abend ist der Platz voll. Jeder spielt seine Musik und ein gleichmäßiger Lärmpegel umgibt uns. Die Sehnsucht nach einsamen Übernachtungsplätzchen kommt da ganz schnell wieder zurück.
Avila, den 25.08.2026
Unser Ziel ist die Sierra de Gredos und auf dem Weg treffen wir auf Avilla. Wir holen über die Stadt schnell ein paar Erkundigungen ein und beschließen kurzerhand hier zu bleiben. Eine Stadt mit einer 2,5 km langen Stadtumfassender Mauer und 88 Türmen aus dem 11. Jahrhundert. Das müssen wir uns einfach mal anschauen. Avila wechselte damals ständig zwischen christlicher und muslimischer Herrschaft. Hier gingen die Kreuzzüge durch und so schützte sich die Stadt mit dieser beeindruckenden Festungsmauer.
Siehe da, wer läuft uns über den Weg? Gestern schon trafen wir zufällig in Segovia auf Salvatore, der uns von seinem MoMo aus zu hupte und herüberwinkte.
Heute schlendern wir durch Avila und alle Vier besuchten ebenfalls die Stadt. Wir freuen uns riesig und spontan unternehmen wir gleich eine gemeinsame Stadtrundfahrt mit dem TukTuk. Ihr werdet meinen, wir haben uns abgesprochen, aber nein. Solche Zufälle kann das Leben wirklich spielen.
Segovia, den 23.08.2026
Wir sind auf dem Weg nach Segovia müssen aber unbedingt am Castillo de Coca einen Stopp einlegen. Ihr werdet sagen, schon wieder eine Burgenanlage aber wir können es einfach nicht auslassen. Diese Woche steht eben einfach unter dem Moto „Burgen und Kultur“.
Alles in Klinkerbauweise errichtet, wodurch die Festung auf uns viel glanzvoller wirkt. Wir klettern auf die Türmchen, genießen die Ausblicke und erkunden jeden Winkel. Dann sind wir aber auch mal „platt“ und stärken uns erst mal in einer Tapas-Bar.
Auf geht es dann nach Segovia.
Am Abend lernen wir auf dem Stellplatz ganz liebenswerte Nachbarn kennen. Salvatore und Elisabeth kommen aus Italien und haben sogar ihre Großeltern (85 und 95 Jahre) im WoMo mit. Rafa und Elena sind aus Spanien. Wir schauen zusammen auf das beleuchtete Segovia und mit Portwein und Dresdner Whisky wird es ein richtig lustiger Abend.
Von den Orten mit Burgen und historischen Bauwerken der letzten Tage beeindruckt uns besonders Segovia.
Die Kathedrale aus dem 15. Jh.
Ganz toll der Alcazar de Segovia. Von hier aus wurden teils die finanziellen königlichen Entscheidungen der Reisen von Kolumbus getroffen.
Überhaupt sind wir von Segovia beeindruckt. Eine übersichtliche Stadt mit großer Vergangenheit.
Medina de Campo, den 22.08.2026
In der Stadt gibt es eigentlich nicht so viel zu sehen, außer das beeindruckende Castillo de la Mota.
Es wurde in den letzten Jahren restauriert und die Größe des Bauwerkes ist überwältigend. Im 14. Jh. wurde es durch das Königshaus Kastiliens errichtet.
Wir fahren weiter und finden ganz unverhofft in Portillo unterhalb der Burg ein tolles Plätzchen für die Nacht. Der Blick von hier reicht weit in die zentralspanische Tiefebene. Was für ein Genuss. Das Frühstück am nächsten Morgen werden wir wohl hier auf der Bank genießen.
Wir klettern am Abend durch die Burg und allmählich macht sich bei uns ein Hungergefühl bemerkbar. Wir suchen uns ein kleines Restaurant aber zu unseren Nachteil beginnt die Essenzeit eben nicht vor 20.30 Uhr. So nehmen wir alle noch verfügbaren Tapas des Tages, dazu ein kühles Bierchen und schon haben wir ein leckeres Abendessen auf unsere Art.
Aguilar de Campoo, den 21.08.2026
Schnell noch ein paar Besorgungen für die nächsten Tage erledigen und anschließend geht`s zum Campingplatz, gelegen an einen schönen See, ca. 2km außerhalb von Aguilar de Campoo. Leider lädt das Wetter nicht mehr unbedingt zum baden ein. Es ist merklich frischer geworden und die Sonne schaut nur manchmal hinter den Wolken hervor.
Aguilar besitzt eine kleine Festung aus dem 10. Jh. und ein Kloster aus dem 13.Jh. Mit dem Fahrrad erkunden wir Diese und das kleine Städtchen, genießen ein kleines Käffchen und bummeln durch die Gassen.
Parque Nacional de los Picos de Europa, den 20.08.2026
Geplant war eigentlich in den Picos de Europa länger zu bleiben, jedoch gibt es gerade einen Wetterumschwung und schon heute ziehen tiefe Wolken über unseren Stellplatz. So beschließen wir, erst einmal in den Süden zu fahren um dem kommenden Regenwetter auszuweichen.
Wir fahren weiter durch den NP Montana Palentina in Richtung Aguilar de Campoo.
Parque Nacional de los Picos de Europa, den 19.08.2026
Nahe der Schlucht de La Hermida finden wir einen kleinen Stellplatz. Wir besuchen mit dem Fahrrad einen schönen Aussichtspunkt und am Nachmittag wandern wir zu den naheliegenden Wasserfällen.
Auch so manches Schöne steht im Wald des Nationalparkes
Parque Nacional de los Picos de Europa, den 17.08.2026
Wir sind auf dem Weg zum Nationalpark Los Pico de Europa in Nordspanien. Hier erhebt sich, nicht weit von der Atlantikküste ein kleiner Gebirgszug dessen Gipfel immerhin bis 2500 m in die Höhe ragen.
Die Landschaft hat sich im Vergleich zu Navarra völlig verändert. Die vertrockneten Grasebenen der letzten Tage haben wir verlassen und es präsentiert sich eine tiefgrüne, waldreiche Vegetation. Sogar Eukalyptusbäume entdecken wir hier.
Wir fahren durch kleine Bergdörfer, die völlig verschlafen wirken. An einem Steinhaus sitzt ein älterer Mann und schnitzt Holzbesteck. Eine Bratwurstzange hat er auch anzubieten, jedoch für 30 EUR ist uns dies dann doch zu teuer und so belassen wir es bei einer kleinen Holzgabel. Aber schön ist es, diese alte Kultur zu erleben.









































