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Norditalien und Sardinien

Olbia, den 12.03.2026

Eigentlich war Sardinien für unseren Reiseverlauf wetterbedingt eher ein Ausweich, da es in nördlicheren Regionen Italiens kalt und regnerisch war. Es stellte sich als wunderschönes Reiseziel heraus, so dass wir sogar einen ganzen Monat hier verbracht haben. Manchmal soll es einfach so sein.

Hier konnten wir so richtig aus unserer bisherigen „Alltagsmühle“ herausfinden.

Die Nebensaison haben wir genossen. Wir benötigten keine Vorausbuchung und sind einfach losgefahren. Klar, manches war geschlossen und wir sind auch manchmal hungrig ins Wohnmobil zurückgekehrt aber dafür hatten wir manche Plätzchen und Strände für uns ganz allein. Und dies war einfach toll.

Noch lange wird uns der Besuch von Orgonsolo in den Bergen der Barbagia mit seinen vielen Wandgemälden in Erinnerung bleiben. Von der Küste sind wir quer durch die Bergregion dahin gefahren.

Aber auch Bosa mit seiner Altstadt und Alghero sind wunderschöne Städtchen.

Wir haben schöne Küstenwanderungen unternommen. Sardinien hat viele Steilküsten mit versteckten Buchten und seinen schönen Sandstränden. Manche Bucht ist auch nur mit Kanu erreichbar.

Auch vom ehemaligen Bergbau auf der Insel ist noch einiges zu sehen. Wir sind auf ziemlich verlassenen, holprigen und ausgefahrenen Wegen durch einsame Landschaften gefahren. Antje ist da so manchmal das Herz fast stehengeblieben.

Das Inselleben läuft ruhiger als auf dem Festland. Man merkt es schon im täglichen Straßenverkehr.

Und kulinarisch bleibt uns besonders der Cannonau (sardischer Rotwein) und dazu Pane Carasau (ein dünnes und knuspriges Fladenbrot) in Erinnerung.

Beim Fahrradfahren hält man einfach mal unterwegs an einem Cafe an und genießt einen Espresso.

Ach und natürlich der frische Fisch, wo wir uns gleich noch ein bisschen Vorrat eingefroren haben darf nicht vergessen werden.


9.03.2026 Bosa/ Alghero

Im oberen Nord-Westen Sardiniens besichtigen wir Bosa und Alghero, zwei wunderschöne Städte, die einen ganz unterschiedlichen Charm haben. Ursprünglich lag Bosa an einer anderen Stelle aber man entschied sich damals für eine neue Ansiedlung unterhalb der Burg und versprach sich dadurch mehr Schutz vor Überfällen. Jedes Haus hat seine eigene Farbe und die Gassen sind so eng, dass man nur zu Fuß durch die Altstadt laufen kann.


Alghero wiederum wirkt modern, aufgeräumt und die Straßen laden mit seinen vielen Geschäften und Cafes bzw. Restaurants zum verweilen ein. Diese Stadt lebt einfach auch in der Nebensaison. Beim Espresso spricht uns ein alter Mann auf deutsch an und wir fragen ihn, woher er doch so gut unsere Sprache spricht. So erzählt er uns, dass er mit 18 Jahren nach Deutschland gegangen ist, dort geheiratet hat, gearbeitet und gelebt hat und ja, allerlei mehr von seiner Lebensgeschichte. Über Umwege ist er letztendlich wieder in seiner Heimat gelandet. Und so verbringt er hier mit seinen Freunden seinen Alltag.


6.03.2026 Sanluri

Vom Weingut „Suèntu“ bei Sanluri, wo wir in den Weinbergen übernachten geht unsere Reise weiter die Westküste entlang. Eigentlich wollen wir die Sanddünen an der Costa Verde besuchen, jedoch irgendwie landen wir auf einer Schotterpiste, welche uns quer durch eine faszinierende Berglandschaft mit alten Bergbauhinterlassenschaften führt. Der Weg ist sehr ausgewaschen und im Schritttempo fahren wir einfach weiter. Teils müssen wir paar Steine in die ausgespülten Rinnen legen, damit wir hier weiterfahren können aber wir kommen heil wieder auf eine Asphaltstraße und Antje wirkt plötzlich wieder viel gelassener.


3.03.2026 Grotta delle Sirene

Auf ganz einsamen Straßen, später Holperpisten geht`s zum westlich gelegenen Parkplatz auf Sant`Antioco. Die Landschaft und der Weg erinnern uns so ein bischen an Schottland, mit den alten Steinmauern und den alten Hausruinen. Der Wanderweg führt uns Richtung Meer und schon bald sehen wir die Grotta delle Sirena, ganz unten am Meer.

Wir genießen den Blick über die faszinierende Steilküste und lassen uns vom zunehmenden Wind durchpusten. Zur Zeit ist wohl niemand unterwegs und so haben wir die Gegend hier für uns ganz allein.


3.03.2026 San Giovanni Suergiu

Torsten darf heute noch ein bischen länger im Bett bleiben. Ja, er hat Geburtstag und wird durch Antje mit einem schön gedeckten Geburtstagstisch überrascht. Wir genießen das Frühstück und auf geht`s zur Grotta delle Sirena.



1.03.2026 Masainas


Unsere Reise führt uns weiter zur Lagune Stagno di Porto Botte bei Porto Pino. Hier leben Kolonien von Flamingos. Mit dem Fahrrad erkunden wir die Umgebung. Ganz gemütlich fahren wir durch die Lagunenlandschaft und genießen unterwegs einen Espresso, was hier bei den Leuten einfach mit zur Lebenskultur gehört.


25.02.2026 Cagliari


Im Süden der Insel angelangt, bleiben wir für eine Nacht in Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens. Wir genießen die Stadt, weil Sie für uns ein ganz besonderes Flair ausstrahlt. Die wie auf einen Hügel liegende Altstadt, mit ihren engen Gassen, das Meer mit seinem Hafen und natürlich der große Markt San Benedetto, welchen wir am frühen Morgen besuchen. Hier wird frischer Fisch, sämtliches Obst und Gemüse und sonstige Leckereien angeboten. Und natürlich alles aus der Region.

Wir decken uns mit leckerem Fisch ein, welchen wir gleich noch für später einfrieren und das Beste, wir probieren das erste mal Schwertfisch. Ja, und der schmeckt ähnlich wie Kalbssteak, saftig-zart und man würde nicht denken, dass es sich hier um einen Fisch handelt.


Coccorocci 21.02.2026

Die nächsten Tage fahren wir ganz langsam in Richtung Süden und verweilen an wunderschönen Plätzchen, wie Coccorricci, direkt am Meer und genießen Dies sehr. Die Nächte sind noch sehr kalt aber am Tag sitzen wir draußen und genießen das Rauschen des Meeres.

Entlang der Steilküste wandern wir nach Cala e Luas und sind ganz für uns Allein.

Nachmittags wieder zurück bereiten wir uns mit unserer Bialetti ein leckeres Käffchen zu und lassen den Tag ausklingen.


Am Mittwoch gab es einen Ausflug in die Barbagia, eine felsige Hochebene im Insel-Inneren und bekannt durch seine Hirten, die dort ihre Schafe und Ziegen weiden.

Aber auch bekannt durch seine gewisse Einöde. Orte die wie Vogelnester in die Berge gebaut worden und seine gewisse Starrsinnigkeit seiner Einwohner jedoch auch deren tiefen Verbundenheit mit alten Traditionen und ausgeprägter Gastfreundschaft.

Die Region war immer geprägt von der Geschichte des Wiederstandes gegen sämtliche Eroberer der Insel. So sind auch die vielen Wandbilder (Murales) in Orgosolo zu verstehen.


In Girasole haben wir es uns für eine Woche gemütlich gemacht. Ein Tag war „Haushaltstag“ mit Wäsche waschen e.c. Antje hat uns fantastisch mit leckeren Essen (frischen Fisch und Gemüse) verwöhnt und mit dem Fahrrad waren wir in Arbatax, bekannt durch seine roten Felsen.

Wir haben die Seele baumeln lassen und jetzt nach einer Woche wird es wieder Zeit Neues zu entdecken.


In Girasole (Sardiniens Ostküste) finden wir ein schönes Plätzchen zum Verweilen. Auch lernen wir unseren neuen Freund Kenny kennen, welcher uns gleich mal hin zum Strand führt und unser ständiger Begleiter auf dem Platz wird. Der ist so lieb, dass wir Ihn sofort ins Herz schließen.


Auf Sardinien angekommen, fahren wir bei Sturm und Regen in Richtung Süden und suchen uns ein schönes Plätzchen, wo wir länger bleiben können. Überrascht sind wir, dass Sardinien so bergig ist. Leider sehen wir von dieser, eigentlich faszinierenden Landschaft nicht viel, da sich die dicksten Wolken wohl genau über unserem Auto ausregnen. Dafür sind wir aber auch ganz allein unterwegs und Dies ist einfach wunderbar.


Das kalte Regenwetter holt uns immer wieder ein, sogar Schnee hatten wir während der Fahrt über den Apennin und so verwerfen wir unsere Pläne, nur Italiens Toskana und Ligurien zu besuchen. Wir setzen mit der Fähre nach Sardinien über. Der Wetterbericht sagt dort wohl wärmeres und trockeneres Wetter voraus und so werden wir wohl länger auf der Insel bleiben. Nachmittags besuchen wir noch den schiefen Turm zu Pisa. 2019 wurde er restauriert und soll uns dadurch noch für weitere ca. 200 Jahre erhalten bleiben.


Heute ist Rennsporttag bei Ferrari. Wir besuchen die Museen in Mattarella und Modena. Beeindruckend war Enzo Ferrari‘s Biographie in Modena.


Abends übernachten wir in Castelvetro Di Modena. Hier wird Balsamico hergestellt. Gorgio erklärt uns den Herstellungsprozess und natürlich verkosten wir die unterschiedlichen Sorten. Beim Rundgang sehen wir mehrere Rennpokale ausgestellt und es stellt sich heraus, dass Gorgios Vater Francesca Galbiati war.


Wir brechen auf nach Parma, sehen uns die Stadt an und natürlich müssen wir den Parmaschinken probieren.


Also, wenn Ihr wissen wollt ob wir die Schnecken gegessen haben, Ja, der Teller war übersichtlich aber es war absolut lecker. Wir hätten etwas verpasst!


Ein schönes Plätzchen, bei netten Gastgebern an der Grenze zur Provinz Parma.

Am Abend werden wir hier noch Essen. Der Hof züchtet Schnecken (Helix Aspersa). Mal sehen, ob wir uns da rantrauen.


Kennt Ihn noch jemand? Don Camillo und Peppone. Ich musste schwer überlegen aber Antje wusste gleich Bescheid.

Hier in Brescello spielt die Geschichte und es gibt ein Museum und der ganze Ort lebt noch diese Filmgeschichte.


In Mantua bleiben wir zwei Tage. Das Wetter wird immer besser.

Mantua ist für seinen Palazzo Ducale und seiner Basilika San Giorgio aus dem 15. Jahrhundert bekannt. Sogar das Haus der Hohenzollener hatte hier eingeheiratet.

Mittags genießen wir natürlich die für Borghetto und seine Region traditionellen Tortellini.


Am Mittwoch machen wir einen kleinen Rundgang durch Borghetto mit seiner Kirche „Chiesa di San Marco Evangelist“ seiner Burg und seinen vielen Wassermühlen. Auch einen wunderschönen Radweg entlang des Mincio gibt es hier, aber dafür ist es jetzt noch zu kalt. Dafür genießen wir die absolute Ruhe, ohne viel Touristen. Teils sind wir ganz allein. Einfach schön.


In Valeggio sul Mincio übernachten wir auf Corte Gardoni, ein Weingut der Region Lombardei, welches seine Weine hauptsächlich nach Kalifornien exportiert. Nach einer Verkostung ziehen wir uns ins WoMo zurück, zumal es schon den ganzen Tag in Strömen regnet.


Wieder eine Empfehlung von Kai. Felsenkirche „Madonna della Corona“.


Kai gibt uns richtig tolle Reisevorschläge und so landen wir heute in der Brenta am Molvenosee. Was für eine schöne Gegend und so beschließen wir gleich noch ein bischen länger hier zu bleiben. Wir schwitzen noch 3 Gänge in der Stellplatzeigenen Sauna und machen es uns im WoMo beim Handball EM-Endspiel gemütlich.


Februar 2026

Am Samstag sitzen wir gemeinsam bei Frühlingswetter und kräftiger Sonne auf der Gartenbank und sind fasziniert von der Aussicht nach Meran 2000.


Heute, blauer Himmel und Sonnenschein, was für ein Wetter. Wenn das kein gutes „Omen“ für unsere Reise ist. Über den Jaufenpass geht es zu guten Freunden in Dorf Tirol. Kai hat einen leckeren Apfelkuchen mit Südtiroler Äpfeln gebacken und so genießen wir den Abend.


In München machen wir einen Besucherstopp und Helgard hat ein leckeres Abendessen mit Weißwurst, Brezen und Weißbier vorbereitet. Ein Genuss !!


Bei Schneeregen und grauen Himmel starten wir und der Aufbruch fällt uns bei so einem Wetter nicht sonderlich schwer.

Wir sind noch ein klein wenig wehmütig unsere Lieben in Sachsen/ Thüringen nun fast ein Jahr nicht mehr sehen zu können aber zum Glück gibt es Telefon und Internet.


Freitag, 30. Januar 2026

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