Baskenland

Bilbao, den 16.08.2026

Nun geraten wir doch noch in die Ferien- und Hauptreisezeit.

Schon in La Rhune waren viele Leute unterwegs. Wir merken es auch an den Stellplätzen, wie voll diese im Moment sind.

Und wie schon auf der Fahrt nach Bilbao befürchtet, ist auch dieser Stellplatz ausgebucht. Wir überlegen schon weiter zu fahren, da klopft es und ein netter Bilbaoer, der wohl das gleiche WoMo wie unseres fährt gibt uns den passenden Tipp. So landen wir gegenüber der Stadt, hoch darüber auf einen kostenlosen Parkplatz im Grünen. Gleich neben dem Parkplatz nehmen wir die Zahnradbahn und besuchen das unter uns liegende Bilbao. Hier tummeln sich aber auch Massen von Menschen und es verwundert nun nicht, dass das Guggenheimmuseum heute ausgebucht, morgen Ruhetag und übermorgen auch wieder ausgebucht ist. Aber schon dass Gebäude ist sehenswert und so bescheiden wir sind, finden wir uns damit ab, bummeln durch die Stadt und fahren anschließend wieder zum WoMo.


Dort genießen wir im Park unseren selber zubereiteten Cafe mit frischer Melone.


200 Tage sind wir nun schon auf Reisen. Wo ist die Zeit nur hin?


Am Abend besuchen wir ein baskisches Restaurant mit wunderschönen Blick auf das unter uns liegende Bilbao. Ein bischen erinnert uns dies an unseren Luisenhof in Dresden.

Wir bestellen uns ein leckeres Essen und stoßen mit einem Glas spanischen Wein auf unsere 200 Reisetage an.


La Rhune, den 15.08.2026

Ein Abstecher nach Espelette im französischen Baskenland. Der Ort ist bekannt für seine Gorria, eine Art Chilli, nur nicht so scharf.


Eine traditionelle Baskenmütze wollten wir schon lange kaufen.


Sogar auf den Verkehrszeichen trägt man eine Baskenmütze!


Mit der Zahnradbahn kann man auf den La Rhune fahren. Hier sind aber momentan so viele Menschen unterwegs und auf dem Berg ist alles im Nebel, so dass wir hier nur übernachten und am nächsten Tag in Richtung Bilbao weiterfahren.


Lesaka, den 14.08.2026

Seit wir Pamplona bei warmen 41 Grad verlassen haben wird die Landschaft immer grüner. Wir fahren hoch ins Baztantal und erreichen das traditionelle Baskenland, was sofort an den hübschen Häusern der kleinen Ortschaften zu erkennen ist. Die Temperaturen gehen auf unter 30 Grad und es zieht sogar Nebel auf. Wie angenehm das ist.

Unterwegs im spanischen Baskenland


Albeta, den 12.08.2026

In Albeta, ein kleines Dörfchen westlich von Saragossa, wo auch gerade die Mandelernte im Gange ist finden wir einen kleinen Stellplatz. Hier warten wir auf die bevorstehende Sonnenfinsternis.

Wir treffen auf ganz liebenswerte Leute. Im Freibad, wo wir die kühle des Wassers genießen kommt gleich der Bademeister, bringt uns ein paar Stühle, dass wir nicht auf dem Rasen sitzen müssten. Wir kommen ins Gespräch und als wir ein kühles Bier trinken, spendiert er uns leckere Oliven. Auf dem Stellplatz schenkt uns ein Bauer aus dem Dorf ein paar seiner gerade geernteten Gurken. Dies ist einfach toll und es sind wunderschöne, bereichernde Momente.

Am Abend suchen wir uns in den Bergen ein schönes Plätzchen zum Beobachten der Sonnenfinsternis. Ganz oben, mit tollen Talblick in Richtung Westen. Auf einen Parkplatz treffen wir auf viele Leute, welche alle das Gleiche vorhaben. Es dauert nicht lange und der Guardie Civil schickt alle von diesen schönen Fleckchen weg. Man befürchtet auf Grund der Trockenheit neue Brände. In einer Mandelplantage finden wir ein neues Plätzchen und hier können wir bleiben um das Himmelsspecktakel zu genießen.


Bardenas Reales, den 8.08.2026

In Arguedas machen wir Stopp um die Halbwüste Bardenas Reales zu besuchen. Wir gehen kurz zur Touristinfo, um noch nach einen Routenplan zu fragen. Wir sehen die Straße mit kräftigen Holzgittern begrenzt, viele Leute in schöner, weißer Kleidung mit roten Tüchern und im Ortszentrum ist eine große Arena aufgebaut. Wow, das sieht nach Stierkampf aus, das wollte ich ja schon immer mal erleben. Wir nehmen in der Arena Platz und schon geht es los. Der Stierkampf mag umstritten sein aber in Spanien gehört es einfach zur Tradition und ist für die Spanier einfach normal. Die Tiere werden heute nicht mehr getötet.

Wir bekommen mit, dass in der Woche hier in der Region das San Esteban-Fest (ein christliches Fest, genannt Stephanstag) gefeiert wir und so ist hier in den Straßen ab 18 Uhr so richtige Stimmung.


Am nächsten Tag besuchen wir die Höhlenwohnungen von Arguedas. Diese sind in den weichen Kalksteinfels gehauen und waren noch bis 1965 teils bewohnt. Im Sommer herrschten hier angenehmere Temperaturen und das war sicher auch ein Grund dafür, dass Diese noch so lange, meist von sozial schlechter gestellten Leuten bewohnt waren.


Unterwegs in der Bardenas Reales


Olite, den 6.08.2026

In Olite besuchen wir den ehemaligen Königspalast der Könige von Navarra. Dieser ist in seiner Bauart besonders. Mit seinen vielen Türmchen und Gängen wirkt er von weiten eher wie eine Burg, war aber im 13. Jahrhundert das Herrschaftszentrum von Navarra. 1918 restaurierte man das mittlerweile verfallenen Bauwerk und heute macht es wieder Spaß die vielen Stufen der Türmchen zu erklimmen.

Zum Mittag macht sich bei uns ein leichter Hunger bemerkbar. Wir genießen es hier in Spanien, Mittags eine kleine Bar zu besuchen, dort etwas zu trinken und meist gibt es eine Kleinigkeit wie Tapas, die man sich je nach Appetit entsprechend zusammenstellen kann. Dafür bezahlt man für 2 Personen oft nicht mehr als 15,-- EUR.


Die Nacht verbringen wir in Ujue, einen kleinen Dorf in den Bergen, nicht weit von Olite. Hier oben weht ein frischer Wind und die Temperaturen sind wesentlich angenehmer als in Olite.


Wir finden ein wunderschönes Plätzchen am Dorfrand mit Blick auf die entfernt liegenden Pyrenäen.


Ganz allein sind wir hier. Wir besuchen das Dörfchen mit seiner protzig wirkenden Kirche, ganz oben im Dorfzentrum, gönnen uns ein kühles Bier und lernen dort Emelie kennen. Ein 5-jähriges Mädchen der Barbetreiberin. Emelie erzählt uns von ihren kleinen Geschwisterchen, wo sie wohnt und überhaupt alles was Sie so bewegt. Die Sprache verstehen wir kaum aber irgendwie geht es über Zeigesprache und überhaupt können sich Kinder viel leichter verständlich machen.


Am Morgen bekommen wir Besuch von Antonia, eine 85 jährige Frau. Sie ist neugierig geworden, was wir hier so treiben und als Antje freundlich winkt sind alle Hemmungen gebrochen. Wir kommen in ein schönes Gespräch. Antonia erzählt uns über ihr Dorf, ihr Leben und ganz interessant war, dass Sie in jungen Jahren in Paris bei einen Architekten, wo auch Marc Chagall oft verkehrte als Haushälterin angestellt war. Im Chagall-Museum waren wir ja damals in Nizza und dort haben wir den Künstler irgendwie lieben gelernt. So etwas kann man einfach nicht planen.


Samstag, 1. August 2026

Über uns

Tipps und Erfahrungen aus einzelnen Ländern

Wir bei polarsteps